Dr. Buchinger

Dr. Buchinger

Buchinger und seine Therapieansätze:

Otto Buchinger (16.02.1878 – 16.04.1966) absolvierte zunächst ein Medizinstudium. Bald fing er an sich für die Homöopathie zu begeistern und war ein Freund der Naturheilverfahren. Mit neununddreißig Jahren erkrankte er an einer Mandelentzündung die nicht ausheilte und einen chronischen Verlauf nahm. Die Folge daraus war schweres Rheuma. Deshalb unterzog er sich seiner ersten 3-wöchigen Fastenkur bei einem befreundeten Arzt. Die Kur brachte einen überraschenden Heilerfolg. Daraufhin widmete er sich ganz der Naturheilkunde und dem Fasten. Es hat ihn ein Leben lang nicht mehr losgelassen. 1920 eröffnete er seine erste eigene Fastenklinik.
Er wird der „Urvater des Fastens“ genannt.

Schwerpunkte seiner Therapie:

Ein wichtiger Punkt war natürlich die Ernährung. Er lehnte die Einnahme von Genussmittel kategorisch ab und auch die Bewegung hatte einen hohen Stellenwert. Buchinger erkannte früh, dass auch beim Fasten ein ganzheitlicher Ansatz dringend von Nöten war. Weitere wichtige Ansatzpunkte waren daher für ihn Innere Hygiene und die Bildung des Geistes, wie er es nannte. In seiner Fastenklinik beschäftigte er ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, Künstler und Seelsorger, die sich um den „ganzen Menschen“ kümmern sollten. Er wusste, dass vor allen Dingen der „innere Mensch“ nach Heilung verlangt, nicht nur der Körper. Neun Elemente sah Buchinger als Basis für ein glückliches Leben an. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Muße, gute Lektüre, gute Begleiter, Freunde, Musik, Kunst, Natur, ehrenamtliche Arbeit, Kontemplation und Humor. In „kollektiven Sprechstunden“ nahm Buchinger die „geistige Nahrung“ gemeinsam mit seinen Patienten ein. Hierbei wurden beispielsweise Stücke von Beethoven gespielt und Rilke oder Goethe zitiert. Gleichzeitig motivierte er seine Patienten ihren Lebensstil zu verändern.

Er nannte das Fasten in guter Atmosphäre und bei guter medizinischer Betreuung, den „Königsweg der Heilkunst“:

 

„Der sogenannte Gesunde soll fasten! Sein jährliches, ehrliches Fasten soll ihn vor Krankheit und Siechtum bewahren! Er soll nicht warten, bis die Vorboten des Todes – die Krankheiten kommen. Dieses jährliche Fasten aber soll ihm eine heilige, mit Betrachtung und Besinnung ausgefüllte Zeit sein, in der er heilsame Entschlüsse fasst, die dann der ganzen Zwischenzeit bis zur nächsten Fasten-Periode zugutekommen.“

Dr. Otto Buchinger

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